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Kamikaze

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Mittwoch, 1. März 2006, 12:17

Unvergessene Spieler

Ich würde gerne mal etwas über die Spieler von damals (z.B. von den Bundesligaaufsteigern) erfahren.

Ihre Charaktere, unvergessene Tore oder Aktionen, ihre Zeit vor und nach RWO und sonstige Besonderheiten!


:help:


Hier einmal ein paar Namen vom damaligen letzten Spiel in Freiburg, wie RWO damals gespielt hatte, als Vorlage:

Wolgang Scheid - Hermann-Josef Wilbertz, Friedhelm Kobluhn (46. Rainer Laskowski) - Lothar Kobluhn, Dieter Hentschel, Friedhelm Dick - Günther Karbowiak, Franz Krauthausen, Hugo Dausmann, Werner Ohm, Dieter Brozulat. Weiter im Team: Dieter Danzberg, Jürgen Jäger, Hans Fritsche.
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Mittwoch, 1. März 2006, 12:18

Und von der Jahrhundertelf:


Willy Jürissen (erste Mannschaft 1931-1952, ca. 600 Spiele)

Mit ihrem eleganten Torwart Willy Jürissen besaßen die Rot-Weißen in der Vor- und Nachkriegszeit eine überragende Spieler-persönlichkeit. Auch Reichstrainer Otto Nerz war schnell auf ihn aufmerksam geworden. Willy Jürissen wurde bald einer der ganz wenigen Nationalspieler, die unsere Kleeblätter hatten. Er hat in den 30-er Jahren sechsmal das Nationaltrikot getragen und war Teilnehmer an den Olympischen Spielen in Berlin 1936.

Der elegante "Pomaden-Willy" besaß jene Qualitäten, die einen guten Torhüter auszeichnen. Er dirigierte seine Abwehr mit lauten Rufen von der Torlinie aus und fütterte den Sturm mit seinen berühmten weiten 75-m-Abschlägen. 1946 sollte ihm als einer der ersten Torhüter überhaupt bei einem Freundschaftsspiel im Sauerland sogar ein Abschlag gelingen, der direkt im Tor des Gegners landete.

Auch als 100-prozentiger Elfmeterschütze war Jürissen bekannt. War ein Strafstoß fällig, eilte er mit langen Schritten nach vorn und "kanonierte" den Ball in seiner unnachahmlichen Art in die Maschen. Ihm zu Ehren wurde 1992 die Sporthalle am Südbad "Willy-Jürissen-Halle" getauft. Eine Bronzetafel im Eingangsbereich der Halle erinnert heute an den 1990 verstorbenen Ausnahmetorhüter.



Werner Ohm (1966-1978, 350 Spiele)

Werner Ohm stieß 1966 zusammen mit Dieter Hentschel (SV Lennep 07, Sauerland) und Franz Krauthausen (1.FC Köln) zu den Kleeblättern. Alle drei zählten zu den wichtigen Stützen der Bundesliga-Aufstiegsmannschaft 1969. Der erst 18-jährige Ohm wurde als Ersatzmann für den ausscheidenden "Ata" Lüger geholt und füllte diese Rolle blendend aus. Der gelernte Läufer spielte meist auf der linken defensiven Außenbahn.

Werner Ohm zählte zu denjenigen, die im Aufstiegsjahr alle 42 Meisterschafts- und Aufstiegsspiele bestritten. Der aus der RWO-Jugend stammende Ohm war während der gesamten Bundesligazeit Stammspieler und blieb auch nach dem Bundesligaabstieg den Kleeblättern treu.

1973/74 stand er mit den Rot-Weißen erneut in der Aufstiegsrunde zur Bundesliga, scheiterte aber. Ein Jahr später mußte Ohm mit einer schwachen Zweitliga-Elf 1975 sogar den Abstieg in die Verbandsliga hinnehmen. Bis 1978 kümmerte er sich als Mittelfeldspieler erfolgreich um das welke Kleeblatt. Dann qualifizierte sich RWO u.a. dank der Erfahrung eines Werner Ohm für die Oberliga Nordrhein.



Hermann-Josef Wilbertz (1967-1975, 251 Spiele)

Eine glückliche Hand bewiesen die Verantwortlichen 1967 beim Neueinkauf auf dem Transfermarkt. Torwart Wolfgang Scheid (24) und "Ausputzer" Friedhelm Dick (23), beide von Westfalia Herne, Hermann-Josef Wilbertz (24) vom SV Rheydt und Stürmer Günther Karbowiak (18) von Ster krade 06/07 ergänzten den Kader glänzend. Alle entwickelten sich schnell zu Stammspielern. Besonders Wilbertz wurde zu Regionalliga- und später auch Bundesligazeiten ein starker Verteidiger auf der rechten Seite.

Seine moderne Auffassung von Verteidigung brachte dem starken Abwehrstrategen 29 Tore ein. Er beließ es nicht bei reiner Deckungsarbeit, sondern schaltete sich so oft er konnte in den Angriff ein. Auch als Elfmeterschütze trat er gerade in der Regionalligazeit häufiger in Aktion.

Er blieb bis 1975 den Kleeblättern treu. Nach dem knapp verpassten Bundesligaaufstieg 1973 und einem Jahr in der neu gegründeten Zweiten Liga verabschiedete sich der Schwarzhaarige. Nur sieben Spieler haben in den letzten 50 Jahren häufiger für RWO gespielt als Wilbertz.



Friedhelm Kobluhn (1946-1976, 471 Spiele)

kam 1946/47 von VfR 08 Oberhausen zu RWO, spielte zunächst in sämtlichen Jugendmannschaften und schaffte im legendären WM-Jahr 1954 den Sprung aus der A-Jugend in die erste Mannschaft. Er beerbte Erich Juskowiak auf der linken Abwehrseite. "Baba" bestritt insgesamt über 800 Spiele (Meisterschafts-, Pokal-, Freundschaftsspiele) für RWO. Er führte als Mannschaftskapitän die Elf, die 1957 die Rückkehr in die goldene Oberliga West schaffte und stand in Preißlers legendärer Mannschaft, die 1969 den Bundesligaaufstieg erreichte.

Bis 1976 war "Kobluhn I" in 19 Jahren bei 471 Meisterschaftsspielen für die erste Mannschaft der Rot-Weißen im Einsatz. Damit ist er mit Abstand das treueste und auch erfolgreichste Kleeblatt, das der Verein je besaß. Nach seiner aktiven Zeit agierte er einige Jahre als Betreuer der ersten Mannschaft und stand auch als Trainer der Amateure zur Verfügung. Noch heute besucht der Besitzer einer Dauerkarte regelmäßig seine Rot-Weißen im Stadion Niederrhein.

Von Kobluhn ist folgende Anekdote überliefert: Ende November 1958 reisten die Kleeblätter zur Essener Hafenstraße. Friedhelm Kobluhn und „Boss“ Helmut Rahn kämpften mit allen fairen und auch unfairen Mitteln gegeneinander. Kobluhn ließ den Essener so manches Mal über den Platz rutschen, einmal sogar bis auf die Aschenbahn. Die aufgebrachten Zuschauer forderten in dieser Szene lauthals einen Platzverweis für Kobluhn. Der aber beugte sich über den in der grauen Asche liegenden Weltmeister und brüllte: "Markier' mal nicht so. Du kannst ja gar nicht Fußball spielen, sondern nur saufen." Doch Helmut Rahn blickte zum RWO-Verteidiger auf und entgegnete: "Und du kannst beides nicht!"



Dieter "Tex" Hentschel (1964-1980, 385 Spiele)

Dieter Hentschel entstammt der RWO-Jugend. Trainer Willibald Hahn holte ihn 1964 in die erste Mannschaft. Unter Trainer Adi Preißler gelang 1969 endlich der große Wurf. Der Sieg bei Preußen Münster mit einem unüberwindlichen "Tex" Hentschel in der Innenverteidigung ebnete den Weg in die Aufstiegsrunde zur Bundesliga. Als begeisterte Fans unseren "Tex", der den Mannschaftsbus verpaßt hatte und mit dem Sonderzug der Bundesbahn zurückfuhr, auf den Schultern durch die Bahnhofs sperre in Oberhausen trugen, da glich das fast dem "Einmarsch eines Gladiatoren".

Nach der 2:3-Niederlage im Aufstiegsspiel bei Hertha Zehlendorf schien der Bundesligazug allerdings abgefahren. Dies war wohl der Grund, warum sich u.a. Hentschel nach dem Spiel ins Nachtleben warf und am Tag darauf das Training schwänzte. Vielleicht schafften die Kleeblätter gerade deshalb doch noch den Aufstieg. Trainer Preißler wußte um die Stärke von "Tex" und bestrafte ihn nicht. Hentschel bestritt im Aufstiegsjahr 1969 alle 42 Meisterschafts- und Aufstiegsspiele.

Dieter Hentschel war es auch, der im allerersten Bundesligaspiel schon nach drei Minuten das erste Bundesligator für unsere Kleeblätter schoss (gegen Eintracht Frankfurt). Allerdings ging auch der erste Platzverweis auf seine Kappe. Das dadurch erlittene 1:2 in Duisburg bedeutete die erste Saisonniederlage und den Verlust der Bundesliga-Tabellenführung.



"Kalli" Feldkamp (1953-1967, 316 Spiele)

aus der RWO-Jugend wurde zum Saisonende 1953 erstmals in der Profimannschaft getestet. Er spielte in den folgenden Jahren auf zahlreichen Positionen. "Kalli" war in der Abwehr ebenso zu Hause wie im Mittelfeld und der Sturmmitte. Meist wurde er im rechten defensiven Mittelfeld eingesetzt.

Unvergessen: 26.05.1957, 78. Minute am Hertener Katzenbusch. Eine hohe Flanke segelte in den Hertener Strafraum. Torwart Schönbeck wollte diese abfangen, doch Kalli Feldkamp ging mutig dazwischen und war den Bruchteil einer Sekunde eher am Ball. Ein kurzes Anticken des Balles genügte, und RWO führte 1:0. Unbeschreibliche Szenen spielten sich ab. Die Spieler führten Freudentänze auf und erdrückten ihren Kalli fast. Beim Abpfiff stürmten tausende Oberhausener den Platz. Kalli Feldkamp wurde geschultert und in die Kabinen getragen. Der Aufstieg in die Oberliga West stand fest.

Ebenfalls aus dieser Saison: Kalli Feldkamp war bereits mit zwei Verwarnungen vorbelastet, und der Oberhausener Präsident Peter Maaßen hatte ihn daraufhin gebeten, vorsichtig zu agieren, da am Wochenende darauf ein schweres Auswärtsspiel auf dem Programm stand. Doch kurz vor Ende der Begegnung unterlief Kalli Feldkamp ein Handspiel, und der Schiedsrichter eilte zur Verwarnung herbei. Die Frage "Wie ist ihr Name?" beantwortete der Sünder richtig mit "Feldkamp", flunkerte aber dann bei der Ergänzung des Vornamens: "Friedel!" Friedrich Feldkamp stand ebenfalls auf dem Platz, bekam von der "Notlüge" seines Bruders allerdings nichts mit. Erst als er wenige Tage später in den Amtlichen Mitteilungen von seiner Verwarnung erfuhr, beichtete ihm Kalli den Ausrutscher. Auswirkungen hatte Kallis Lüge zum Glück keine, denn beim schweren Auswärtsspiel stand das Brüderpaar wieder gemeinsam auf dem Platz.



Siegfried Lüger (1954-1966, 241 Spiele)

Der schlanke Siegfried Lüger gehörte zur legendären Läuferreihe Lauten-Laszig-Lüger, die Anfang der 60-er Jahre in Westdeutschland für Furore sorgte. "Ata" kam im WM-Jahr 1954 zu den Kleeblättern, als diese noch in der zweiten Liga West dümpelten. Lüger gehörte zur Aufstiegself 1957 und wurde in zahllosen Oberligaspielen zu einer wichtigen Säule im Mittelfeld. Das Rückgrat Lauten-Laszig-Lüger galt als wichtigste Achse im rot-weißen Spiel und war vom Gegner gefürchtet.

Lüger war ausschließlich Linksschütze, daher wurde er auch von Herberger nach mehreren Sichtungen nicht in die Nationalmannschaft berufen. Seinen Spitznamen "Ata" hatte Lüger durch seine Schwester erhalten. Die sieben Jahre jüngere Schwester konnte als Kleinkind im Kinderwagen noch nicht richtig sprechen und schlug daher ihrem Bruder Siegfried mit den Worten "ata,ata" mit der Hand auf den Kopf, um ihn anzusprechen. Seine Spielkameraden dachten daraufhin, er würde "Ata" heißen...

Der lange Lüger kämpfte 1963 vergeblich mit den Rot-Weißen um den Einzug in die Bundesliga. RWO wurde bekanntlich schon früh nicht berücksichtigt. Andere Vereine bekamen stattdessen eine "wild card". Als dann doch bekannt wurde, dass sich der Verein durchaus sportlich noch qualifizieren könnte, war es zu spät. Oberhausen wurde der Regionalliga zugeteilt und schaffte erst 1969 den Aufstieg. Da hatte der lange Schlacks "Ata" aber die Schuhe schon an den Nagel gehängt.

Als einer der ersten des Aufstiegsteams 1957 ist Siegfried Lüger leider viel zu früh vor einigen Jahren verstorben.



Fredi Lauten (1948-1965, 400 Spiele)

Fredi Lauten gehörte zu den treuesten Kleeblättern. 1948 kam Lauten aus englischer Kriegsgefangenschaft nach Hause und schloss sich den Kleeblättern an. 17 Jahre trug er das Trikot der ersten Mannschaft und bestritt in dieser Zeit exakt 400 Meisterschaftsspiele.

Er überzeugte durch Schnelligkeit, sein Gefühl für das richtige Stellungsspiel, seine Sicherheit im Kopfball und seinen Kampfgeist. Die besten Mittelstürmer des Westens nahm er sicher "an die Leine", darunter August Gottschalk (RWE) und Adi Preißler (Bor. Dortmund).

Lauten spielte repräsentativ für den Niederrhein und Westdeutschland. Wenn er damals mit Erich Juskowiak nach Düsseldorf gegangen wäre - ein Angebot lag vor - dann wäre er sicherlich auch Nationalspieler geworden. Lauten: "Mir war das Familiäre bei Rot-Weiß unter Präsident Maaßen wichtiger als Erfolge woanders."

Nach seiner aktiven Laufbahn war Fredi Lauten noch jahrelang Fußballobmann und Betreuer bei RWO und machte den A-Lizenz-Trainerschein.



Lothar Kobluhn (1963-1974, 316 Spiele)

Schon zu Regionalligazeiten stieß Lothar Kobluhn zum RWO-Kader. Der auf den Tag genau 7 Jahre ältere Bruder Friedhelm war bereits Stammspieler. Lothar Kobluhn spielte zunächst in der Defensive, war oft Vorstopper oder agierte im defensiven Mittelfeld. Dies war auch zu Bundesligazeiten anfangs der Fall. Sensationell wurde "Lo" 1971 mit 24 Treffern Torschützenkönig in der Eliteliga, noch vor "Bomber" Gerd Müller. Die goldene Torjägerkanone des „Kicker-Sportmagazins“ hat er nie erhalten. RWO war in den Bundesliga-skandal verstrickt und das Blatt vermutete "Schieberei". Aus Enttäuschung lehnt „Lo“ bis heute dem Fachblatt jeden Interviewwunsch ab.

Später wurde der kräftige Mittelfeldspieler (85 kg, 1,84 m) auf der Mittelstürmerposition eingesetzt. Der Blondschopf erzielte mit insgesamt 93 Toren die meisten Treffer aller RWO-Spieler für die Kleeblätter. Lukrative Angebote namhafter Bundesligisten und aus dem Ausland schlug Kobluhn aus.

Dabei hatten Agenten den Torjäger sogar bis in den Mannschaftsbus verfolgt. Auch das Schweizerische Lausanne wurde von den Kobluhns bereits besucht. "Aber von Oberhausen zum Genfer See, das geht nicht für einen, der heimisch bleiben will", beschrieb "Lo" die ausgelassene Chance. Bei der Eröffnung seines Lottoladens standen die Schweizer noch einmal vor der Tür. Zwei Geldkoffer hatten sie dabei. 250.000 DM für den Torjäger und 250.000 DM für RWO. "Ich hab sie abgewimmelt, ich hab ihnen gesagt: Von mir aus ist alles klar, Sie müssen aber noch mit dem Präsidenten klarkommen." Dann rief er bei Peter Maaßen an und bat den "Pascha": "Schicken Sie sie weg!"



Franz Krauthausen (1966-1971, 139 Spiele)

Franz Krauthausen war einer der genialsten Mittelfeld- und Stürmerasse, die die Kleeblätter je besaßen. Der aus Köln kommende "Schwatte" (20) gehörte zur Bundesligaaufstiegself und entwickelte sich zur zentralen Figur im rot-weißen Bundesligaspiel. Krauthausen konnte im offensiven Mittelfeld ebenso glänzen wie auf den Außenpositionen.

Unvergessen sein Auftritt beim Heimspiel gegen RW Essen 1969: 0:1 lag die RWO-Elf zurück, als die Essener einen Elfmeter zugesprochen bekamen. "Ente" Lippens galt als eiskalter Vollstrecker, doch dann scheiterte er an Wolfgang Scheid. Franz Krauthausen wurde in dem Moment verletzt vom Platz getragen, als Lippens zum Strafstoß anlief. Scheid hielt, und so sprang der "Schwatte Franz" kurz vor dem Seitenausgang von der Trage, stürmte zurück auf das Spielfeld und "kanonierte" wenig später in seiner unnachahmlichen Art den Ball zum Ausgleich in die Maschen.

Krauthausen gehörte aufgrund seiner Technik und Übersicht zu den Stützen der Mannschaft. Allerdings war er auch für seine Eskapaden bekannt. Vor einem Aufstiegsspiel 1969 kam es in der Kabine zu einer Abstimmung im Team. Es entschied, den "Nachtschwärmer" trotz einer neuerlichen Entgleisung aufzustellen. Sogar Peter Maaßen hatte mit den Worten "Selbst ein besoffener Krauthausen ist immer noch besser als viele andere nüchtern!" für ihren Einsatz gestimmt. Der Erfolg gab ihnen Recht. RWO stieg in die Bundesliga auf.
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Kamikaze

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Mittwoch, 1. März 2006, 12:18

Willi Demski (1951-1961, 146 Spiele)

Stürmer Willi Demski kam im Jahr nach dem Abstieg in die Zweite Liga West zu den Rot-Weißen. Kurioserweise blieb "der krumme Demski" zunächst nur ein Jahr in Oberhausen, obwohl er sich gleich einen Stammplatz in der Kleeblatt-Elf gesichert hatte und mit 17 Toren auch interner Torschützenkönig geworden war.

1956 fand er den Weg zurück zum Vincenzhaus. Auch er gehörte zu den Stammspielern, die endlich 1957 unter Trainer Werner Stahl die Rückkehr in die goldene Oberliga schafften.

Demskis Spielstärke brachte ihm gleich mehrere Jahre einen Platz in der Kicker-Rangliste "Im Blickfeld" ein.

Der beliebte "Willa" eröffnete einige Jahre später eine Tankstelle auf der Ebertstraße dicht an der "Liricher Überführung", unmittelbar auf dem Gelände, auf dem früher der "Berliner Hof" gestanden hatte.
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Sonntag, 19. März 2006, 16:31

Zitat

Original von Kamikaze

Lothar Kobluhn (1963-1974, 316 Spiele)
Sensationell wurde "Lo" 1971 mit 24 Treffern Torschützenkönig in der Eliteliga, noch vor "Bomber" Gerd Müller. Die goldene Torjägerkanone des „Kicker-Sportmagazins“ hat er nie erhalten. RWO war in den Bundesliga-skandal verstrickt und das Blatt vermutete "Schieberei". Aus Enttäuschung lehnt „Lo“ bis heute dem Fachblatt jeden Interviewwunsch ab.


Wer braucht schon den Kicker ? Drauf geschissen !

Den "Goldenen Töppen" hat Lothar dann doch erhalten ! Ich weiß nur nicht mehr von wem. ?(

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Montag, 20. März 2006, 18:43

RWO hatte schon immer bärenstarke Torhüter. Den ersten, den ich kennenlernte. war unser Bundesligatorwart Wolfgang "Yogi" Scheid. Ich vermute, daß er seinen Spitznamen durch die Bärenruhe erhielt, die er ausstrahlte. Es hatte fast den Anschein, als könne er Bälle ins "Aus gucken". Zumindest sah es so aus, wenn er manchen Schüssen nur nachsah, die dann meist knapp am Pfosten vorbei segelten. Manchmal ging es allerdings auch schief z-) .

Seine Stellvertreter dagegen waren eher Durchschnitt. Während Jansen und Witt noch halbwegs Leistung zeigten, machte man sich bei Udo Redmann, der heute eine Lottoannahmestelle in betreibt, vor Angst in die Hose. Ein weiterer Torhüter spielte zu der damaligen Zeit bei uns in der 2. Mannschaft. Er war eine Katze im Tor. Sein Name war Müller, genau gesagt, Gerd Müller :D .



Das nächste Foto zeigt Yogi in Aktion im Auswärtsspiel beim VfB Stuttgart. Man erkennt links Friedhelm Dick, im Hintergrund Hugo Dausmann und rechts den Stuttgarter Star Gilbert Gress.



Gegen den emASSvau führt er die Mannschaft aufs Feld. Die Flutlichtanlage wurde eingeweiht, und wir schlugen den Gegner mit 2:0. Bei Flutlichtspielen waren wir immer stark .





Der Junge Mann links im Bild ist nicht etwa Gerd Delling, es ist "Yogi" Scheid, der dem jungen Günther Netzer zur deutschen Meisterschaft gratuliert.





Ich erinnere mich noch heute an das Heimspiel gegen Hertha BSC Berlin am 17.Februar 1973, als der Berliner Michael Sziedat mit einem brutalen Foul Wolfgang "Yogi" Scheid zum Sportinvaliden machte :-0 .
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Samstag, 14. Oktober 2006, 13:32

Zick-Zack-Brozulat



So schallte es früher durchs Stadion Niederrhein. Alleine seinen Namen kann man sich förmlich auf der Zunge zergehen lassen: Bro-zu-lat.

Er war ein kerniger Spieler mit viel Kraft und einer guten Technik ausgestattet. Jahre später habe ich seine Spielkunst wieder einmal genießen dürfen, diesmal leider in Reihen des Gegners. Für Viktoria Köln knallte er den Ball aus 30 Metern an unser Lattenkreuz.

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Mittwoch, 1. November 2006, 12:53

@Preißler - Tolle Zeitungsausschnitte. Zum Teil besitze ich die gleichen (z.B Yogi in Stuttgart). Hast Du noch mehr davon? Her damit!

Ich war damals 10 Jahre alt und noch nicht so sorgsam mit dem Ausschneiden. Habe immer nur die Fotos ausgeschnitten, ins Buch geklebt und dann zur Landwehr Autgramme sammeln.

Damals habe ich auch oft beim Schuss-Training Balljunge gemacht. Damsl waren die Bälle ja noch aus echtem Leder. Und einmal - der Rasen war ziemlich nass und die Bälle sogen sich so richtig voll Wasser und waren dann 5kg schwer - hatte Friedhelm Dick abgezogen und ich wollte den Ball hinterm Tor fangen. Da hats mich voll umgehauen. Hatte den ganzen Abend die Abdrücke des Leders auf der Wange.

Mein Gott welche Euphorie wir damals in ganz OB herrschte. War die schönste RWO-Fußballzeit. Schön dass wir es miterleben durften.
Mitmachen!!!! MEINE STADT - MEIN VEREIN.
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Mittwoch, 1. November 2006, 18:50

RE: Unvergessene Spieler

Adis Obad und Jörg Lipinski das waren doch auch gute Spieler gewessen :Schal:
[:

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9

Mittwoch, 1. November 2006, 19:09

RE: Unvergessene Spieler

Zitat

Original von XMarcelX
Adis Obad und Jörg Lipinski das waren doch auch gute Spieler gewessen :Schal:

Ja, ganz groß! Also, jetzt in erster Linie auf Adis Obad bezogen! Ganz großer Spieler! :rolleyes: Ich hatte mich immer nach der Berechtigung zum Stammspieler gefragt. Aber König Aleks meinte ja, er könne ein Spiel langsam machen und den Ball vorne halten! Attribute bei denen ich nur den Kopf schütteln kann.

So, ernsthaft, es gibt doch noch wirklich unvergessene, weil eben gute Spieler! :Schal:
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XMarcelX

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10

Mittwoch, 1. November 2006, 19:15

RE: Unvergessene Spieler

Zitat

Original von Kamikaze

Zitat

Original von XMarcelX
Adis Obad und Jörg Lipinski das waren doch auch gute Spieler gewessen :Schal:

Ja, ganz groß! Also, jetzt in erster Linie auf Adis Obad bezogen! Ganz großer Spieler! :rolleyes: Ich hatte mich immer nach der Berechtigung zum Stammspieler gefragt. Aber König Aleks meinte ja, er könne ein Spiel langsam machen und den Ball vorne halten! Attribute bei denen ich nur den Kopf schütteln kann.

So, ernsthaft, es gibt doch noch wirklich unvergessene, weil eben gute Spieler! :Schal:
Oder Gustav Policella :dhalter:
[:

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »XMarcelX« (1. November 2006, 19:19)


11

Mittwoch, 1. November 2006, 22:02

RE: Unvergessene Spieler

wenn ich an unvergessene Spieler denk, denk ich nicht weit zurück sondern an Siggi Bieber und Olli Adler. Beides Publikumslieblinge
Ri - Ra - Ro
R W O ! ! !
:Schal: :Schal: :Schal:

Higbert

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Donnerstag, 2. November 2006, 02:23

RE: Unvergessene Spieler

Zitat

Original von XMarcelX

Oder Gustav Policella :dhalter:


In der Tat hat er ein unvergessenes Spiel für RWO gemacht..!!!

Zitat

Original von rwo88
wenn ich an unvergessene Spieler denk, denk ich nicht weit zurück sondern an Siggi Bieber und Olli Adler. Beides Publikumslieblinge


Irgendwann, wenn du an Olli Adler denkst wird es auch weiter zurück sein..!!! ;)
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Samstag, 27. Januar 2007, 12:18

Einer der sprichwörtlich größten war ja auch Uwe Kliemann, der "Funkturm". Immer ein Vorbild auf unserem damaligen Bolzplatz. Er wohnte damals - meine ich - in der Blumenthalstraße, und ich weiß, wie wir sehr aufgeregt dort klingelten, um ein Autogramm zu ergattern. Ich glaub, er hat nicht aufgemacht... :Schal:
Hoffnungslosigkeit ist ein echter Grund für Misserfolg. Dalai Lama

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Freitag, 9. Februar 2007, 13:36

Ein unvergessenes Spiel bei dem ich war, war das 8 : 1 gegen den HSV mit all seinen Stars. Hannes Schuhmacher hat die mit seinen vier Toren allein abgeschossen. Kann mich nur an wenige Spiele wie dieses erinnern, bei dem einfach alles passte. Die Hamburger sind wie geprügelte Hunde vom Platz und aus dem Stadion geschlichen. Eine immer wieder aufs neue schöne Erinnerung ist auch mein Fussballalbum der Bundesliga-Saison 69/70 mit handsignierten Fotos aller Spieler. Nostalgie :-)
:Schal: LET´S GO RWO !! :Schal:

15

Montag, 12. Februar 2007, 19:59

... und keiner redet von Wilfried Mackscheidt, Ernst Bachmann oder Faouzi Dahmani ?? :home:

Keiner von den Schleuse-Kickern Siemensmeyer, Uwe Brock, "Tutti" van Üüm, "Zico" Wloka ? ?(

Ihr Ignoranten. :huhu:
Harald Schmidt: Schalke war 2001 fünf Minuten lang Meister ... ich finde, das war lange genug .... :D

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »schleuse3« (12. Februar 2007, 20:15)


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